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22. Mai 2026 Von Maximilian Schmidt 6 Min. Lesezeit

Rufnummernportierung: So nehmen Sie Ihre Handynummer erfolgreich mit

Anbieterwechsel leicht gemacht: Erfahren Sie alles über die rechtlichen Fristen, den Ablauf (Opt-in) und wie Sie Ihre Handynummer portieren.

Wer seinen Mobilfunkanbieter wechselt, möchte in den meisten Fällen seine gewohnte Rufnummer behalten. Das Einrichten einer neuen Nummer bei Banken, Online-Diensten und allen Kontakten ist mühsam. Glücklicherweise ist die Rufnummernportierung in Deutschland gesetzlich verankert und mittlerweile für Verbraucher besonders einfach geregelt.

Das Wichtigste vorab: Seit Dezember 2021 ist die Portierung kostenlos

Mit der Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) im Dezember 2021 wurden die Gebühren für die Mitnahme der Rufnummer komplett abgeschafft. Zuvor durften Anbieter bis zu 6,82 Euro verlangen. Heute müssen sowohl Altanbieter als auch Neuanbieter die Portierung vollkommen kostenlos durchführen.

Zwei Wege der Portierung

Sie können Ihre Nummer auf zwei Wegen zu Ihrem neuen Anbieter mitnehmen:

1. Portierung zum Vertragsende

Dies ist der klassische Weg. Sie kündigen Ihren alten Vertrag fristgerecht. Bei der Bestellung des neuen Tarifs geben Sie an, dass die Rufnummer zum Ende des Altvertrags portiert werden soll. Die Portierung erfolgt dann automatisch in der Nacht des Vertragswechsels. Ein Antrag ist bis zu 120 Tage vor und maximal 90 Tage nach dem Vertragsende möglich.

2. Sofortige Portierung (während der Laufzeit)

Sie müssen nicht warten, bis Ihr alter Vertrag ausläuft. Sie können Ihre Rufnummer jederzeit sofort portieren lassen. Ihr alter Vertrag läuft dann mit einer neuen, temporären Rufnummer bis zum regulären Laufzeitende weiter. Sie zahlen für eine gewisse Zeit also zwei Verträge parallel.

Wichtig: Das 'Opt-in' setzen

Wenn Sie Ihre Rufnummer vorzeitig (sofort) portieren möchten, müssen Sie Ihrem alten Anbieter dies mitteilen. Dieser muss eine Freigabe (das sogenannte "Opt-in") in seinem System hinterlegen. Dies können Sie meist einfach in der Service-App des Anbieters oder über die Kundenhotline veranlassen. Das Opt-in ist danach 30 Tage lang gültig.

Besonderheiten bei Prepaid-Karten

Möchten Sie eine Prepaid-Rufnummer mitnehmen, müssen Sie beim alten Anbieter eine sogenannte Verzichtserklärung einreichen. Bei vielen Anbietern reicht hierzu eine einfache E-Mail oder das Ausfüllen eines Online-Formulars. Stellen Sie sicher, dass Ihre persönlichen Kundendaten (Name, Geburtsdatum) beim alten und neuen Anbieter exakt buchstabengetreu übereinstimmen, da die Portierung andernfalls abgelehnt wird.

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